Papier des Wissenschaftsrates

Die DGWF begrüßt Papier des Wissenschaftsrates zur Weiterbildung an Hochschulen

Die zuständige Fach-Gesellschaft teilt die im Papier enthaltenen Positionen und Empfehlungen zur Bestandsaufnahme und Weiterentwicklung der Weiterbildung an Hochschulen.

Es ist dem Rat aus Sicht der DGWF gelungen, ein Papier vorzulegen, das die zentralen Herausforderungen der Weiterbildung an Hochschulen adressiert und zugleich auf die besondere Relevanz der hochschulischen Weiterbildung für die Bewältigung des demografischen Wandels aufmerksam macht.

Hervorzuheben ist, dass der Wissenschaftsrat an Stelle des Begriffs der „wissenschaftlichen Weiterbildung“ von der „Weiterbildung an Hochschulen“ spricht und damit eine Orientierung am Organisationstyp vornimmt. Hochschulen dürfen diese Nuancierung durchaus als Aufforderung zu verstärktem Engagement in diesem Bereich verstehen. Wegweisend für die Debatte um die Weiterbildung an Hochschulen ist außerdem, dass sich der Rat einem Perspektivwechsel anschließt, der die Ausrichtung der Weiterbildung an den bildungsbiografischen Interessen der Teilnehmenden vornimmt. Damit kommt auch das grundständige Studium an Hochschulen ordnungspolitisch als Medium für die Weiterbildung in Betracht und es ist daher nur konsequent, wenn der Wissenschaftsrat den Hochschulen die Einführung weiterbildender Bachelor-Programme empfiehlt.
Neben den hochschulrechtlichen Hindernissen, die gut herausgearbeitet werden, ist die Finanzierungsfrage eines der Kernprobleme der Hochschulen. Die Empfehlung an die Verantwortlichen, über ein nationales Finanzierungskonzept nachzudenken, das die Weiterbildung an Hochschulen einschließt, ist im Vergleich zu anderen europäischen Ländern längst überfällig. Und natürlich müssen Anreizsysteme geschaffen werden, an denen die Akteur*innen erkennen können, dass sich das Engagement in der Weiterbildung an Hochschulen lohnt.

Die Lektüre des Papiers ist in jeder Hinsicht erhellend und weiterführend. Die DGWF fühlt sich in ihren Positionen und Aktivitäten dadurch sehr bestärkt und ausgesprochen ermutigt, ihren eingeschlagenen Weg weiterzugehen. Unabdingbar für die Umsetzung ist, dass die im Papier geforderte Verbesserung der Rahmenbedingungen Eingang in die der landesrechtlichen Bestimmungen findet: Die Landesministerien und Hochschul- bzw. Fakultätsleitungen müssen also die Forderungen anerkennen und für deren Umsetzung sorgen.

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